Die Frage wird meistens über das Budget entschieden. Sinnvoller ist eine andere Frage: Wie viele unterschiedliche Fragen bringen deine Besucher mit? Daraus ergibt sich die Antwort fast von selbst.
Wann ein Onepager die richtige Wahl ist
Ein Onepager ist eine einzelne Seite, auf der alles Wichtige untereinander steht. Er passt, wenn:
- du ein klar umrissenes Angebot hast statt vieler Leistungsbereiche,
- deine Besucher im Kern die gleiche Frage mitbringen,
- Vertrauen und ein direkter Kontaktweg wichtiger sind als Tiefe,
- Empfehlungen und Social Media deine Hauptkanäle sind – die Leute wissen schon, wer du bist.
Typisch: Coaches mit einem Angebot, Handwerksbetriebe mit einem Schwerpunkt, Praxen, Neugründungen, die zügig sichtbar sein wollen.
Wann mehrere Seiten sinnvoll sind
Eine Unternehmenswebsite mit eigenen Unterseiten passt, wenn:
- du mehrere unterschiedliche Leistungen anbietest, die jeweils erklärt werden wollen,
- verschiedene Zielgruppen unterschiedliche Informationen brauchen,
- du über die Suche gefunden werden willst – zu mehr als einem Thema,
- du Referenzen, Projekte oder einen Ratgeber aufbauen möchtest,
- die Website mit dem Unternehmen mitwachsen soll.
Schreib die drei häufigsten Fragen deiner Kunden auf. Lassen sie sich in einem durchgehenden Text sinnvoll beantworten, reicht ein Onepager. Brauchen sie erkennbar unterschiedliche Antworten, sind es Unterseiten.
Was das für die Sichtbarkeit bedeutet
Hier ist der Unterschied am deutlichsten. Eine Seite kann sinnvoll für ein Suchthema ranken. Willst du zu „Gebäudereinigung Traunstein" und zu „Winterdienst Traunstein" gefunden werden, brauchst du zwei Seiten – sonst konkurrieren die Themen auf derselben Seite miteinander.
Das heißt nicht, dass ein Onepager kein SEO kann. Er kann es nur fokussiert: ein Thema, eine Region, eine klare Aussage. Für viele Betriebe ist genau das der ehrlichere Startpunkt.
Der Zwischenweg
Ein Onepager ist keine Sackgasse. Eine sinnvolle Reihenfolge sieht oft so aus:
- Start: Onepager mit klarem Angebot und sichtbarem Kontaktweg.
- Später: Für die stärkste Leistung eine eigene Unterseite ergänzen.
- Danach: Projekte oder Ratgeber-Inhalte aufbauen, wenn sie wirklich gepflegt werden.
Wichtig ist nur, dass die Struktur von Anfang an erweiterbar angelegt ist. Ein Onepager, der später zerschnitten werden muss, kostet doppelt.
Was du nicht entscheiden musst
Beide Varianten sollten dieselbe Qualität in Gestaltung, mobiler Bedienung, Ladezeit und Struktur haben. Ein Onepager ist die kleinere Website – nicht die schlechtere. Wenn ein Angebot den Onepager als abgespeckte Sparversion behandelt, ist das ein Hinweis auf den Anbieter, nicht auf das Format.
Eine Einschätzung für beide Varianten bekommst du über den Preisrechner, oder direkt im Erstgespräch.